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Gesundheitsversorgung

Werbe-Millionen, über 200 Euro Verwaltungskosten pro Versicherten – das Einsparpotenzial der Krankenkassen

Deutschlands Krankenkassen investieren Millionen in Werbung und haben teils über 200 Euro Verwaltungskosten pro Versicherten im Jahr. Eine Kleine Anfrage dokumentiert anhand von zwei Krankenkassen Einsparpotenziale bei den Krankenkassen selbst.

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Die AOK Nordost sponsert unter anderem Sportveranstaltungen. (IMAGO/Hanno Bode)

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Die deutschen Krankenkassen sind finanziell überlastet. Während etliche Krankenkassen sich gezwungen sehen, die Zusatzbeiträge zu erhöhen, es Vorschläge gibt, die Praxisgebühr wieder einzuführen und der Ruf nach Leistungskürzungen immer lauter wird, werden die Krankenkassen selbst in der Diskussion kaum berücksichtigt. Eine Kleine Anfrage der brandenburgischen Landtagsabgeordneten Dr. Daniela Oeynhausen zeigt anhand von zwei Krankenkassen, wo bei den Krankenkassen selbst Einsparpotenziale liegen.

In der Kleinen Anfrage wurden die Innungskrankenkasse Brandenburg und Berlin, die, wie der Name schon sagt, in Berlin und Brandenburg aktiv ist, und die AOK Nordost thematisiert. Die AOK Nordost hat ihr Gebiet in Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern. Für beide Krankenkassen ist das brandenburgische Gesundheitsministerium die Aufsichtsbehörde.

Auffällig ist, dass beide Krankenkassen unterschiedlich hohe Verwaltungskosten pro Versicherten haben. 2015 hatte die AOK Nordost 189,10 Euro Verwaltungskosten pro Versicherten, während die IKK Berlin Brandenburg nur 149,63 Euro Verwaltungskosten pro Versicherten ausgab. Besonders groß ist der Unterschied im Jahr 2017, wo die IKK BB 149,03 Euro Verwaltungskosten pro Versicherten hatte, die AOK Nordost sogar 217,20 Euro pro Versicherten ausgab. Hätte die AOK Nordost mit ihren damals 1.756.087 Versicherten die gleichen Verwaltungskosten pro Versichertem gehabt, hätte die Kasse fast 120 Millionen Euro gespart.

Obwohl die IKK BB am Anfang des Betrachtungszeitraums wesentlich geringere Verwaltungskosten hatte als die AOK Nordost, änderte sich dies 2023. In dem Jahr gab die IKK BB 198,94 Euro Verwaltungskosten pro Versicherten aus, die AOK Nordost nur 177,88 Euro, womit die AOK Nordost die Kosten im Vergleich zu ihrem Rekordjahr 2017 um rund 10 Prozent senken konnte. 2024 hatte die IKK BB mit 209,14 Euro pro Versicherten rund 10 Euro mehr als die AOK Nordost, die auf 199,63 Euro Verwaltungskosten pro Versicherten kam. Der Anteil der Verwaltungskosten an den Gesamtausgaben der Krankenkassen schwankte dabei bei der AOK Nordost zwischen 5,46 und 3,68 Prozent der Gesamtausgaben und bei der IKK BB zwischen 4,81 und 4,13 Prozent der Gesamtausgaben.

Laut dem Portal krankenkassen.de sind bei der IKK BB und der AOK Nordost die Verwaltungskosten pro Versicherten mehr als doppelt so hoch wie bei der effizientesten Krankenkasse. Die BKK firmus hat 2024 Verwaltungskosten von lediglich 83,93 Euro pro Versicherten. Auch die größte deutsche Krankenkasse, die Techniker, hat 109,91 Euro pro Versicherten.

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Ein weiterer Kostenblock, der kritisch hinterfragt werden kann, sind die Werbemaßnahmen der Krankenkassen. 2020 gab die AOK Nordost 4.081.088,05 Euro für Werbemaßnahmen aus, was 2,35 Euro pro Versicherten entspricht. Die IKK Berlin Brandenburg gab im gleichen Jahr 625.537,62 Euro für Werbemaßnahmen aus. Aufgrund der wesentlich geringeren Versichertenzahl entsprach dies 2,65 Euro pro Versicherten. Während die AOK Nordost ihre Werbekosten in den darauffolgenden Jahren um über eine Million Euro reduzierte, gab die IKK Berlin Brandenburg im Jahr 2023 sogar 782.814,72 Euro aus, was 3,43 Euro pro Versicherten macht.

Übersicht der Werbeausgaben der AOK Nordost und der IKK BB (Quelle: Screenshot Drucksache 8/2083 Landtag Brandenburg)

Mit den Werbemaßnahmen wollen die Krankenkassen neue Versicherte gewinnen und sich selbst bekannter machen. Schließlich sind die Krankenkassen untereinander im Wettbewerb. Darüber hinaus will die AOK Nordost mit ihren Werbemaßnahmen auch die Inanspruchnahme von Präventionsmaßnahmen erhöhen und nennt als Beispiel eine Kampagne, um Versicherte zur Darmkrebsvorsorge zu motivieren.

Die Krankenkassen haben bei sich selbst ein Einsparpotenzial, das in die Milliarden gehen dürfte. Rund 75 Millionen Menschen sind in Deutschland in einer der 94 gesetzlichen Krankenversicherungen versichert. Eine Einsparung von nur 20 Euro bei den Verwaltungskosten pro Patient würde zu Einsparungen in Höhe von 1,5 Milliarden Euro führen. Für Gesundheitsministerin Warken wären Reformen bei den Krankenkassen ein gangbarer Weg, um das Defizit der Krankenkassen zu mildern, ohne dabei die Bevölkerung zu belasten.



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94 Kommentare

  • Wie viele gesetzliche Kassen gibt es, sagen wir mal 100. Das heißt es sind 100 Vorstände, 100 Personalabteilungen, 100 IT-Abteilungen, 100 Marketing-Abteilungen, 100 Vertriebsabteilungen, 100 Leistungsprüfungsabteilungen. 100 Immobilien. Das Einsparpotential liegt im zweistelligen Milliardenbereich pro Jahr.

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    • Man sollte auch die kleinen und damit uneffektiven Kassen auflösen. Deren Defizite werden von den anderen (effektiveren) Kassen ausgeglichen.

      Wie in der normalen Betriebswirtschaft:
      wer nicht mit seinen Einnahmen zurecht kommt, macht dicht!

      • Aber da sitzen doch sooooo viele verdiente Parteigenossen mit in den Vorständen Abteilungsleitungen usw und bekommen dort ihren Lebensunterhalt inkl. allerlei Zulagen und Vergünstigungen großzügig bezahlt ! 🙂 Genau wie bei den Pflegeversicherungen Sozialverbänden NGOs usw . Wenn man die alle rein Betriebswirtschaftlich Organisieren würde hätten wir 5 Millionen Arbeitslose die SPD wäre unter 5% in den Umfragen und bei ca 1000 Parteimitgliedern Bundesweit . !

        • Genau! Das meinte ich mit meinem weiter unten stehendem Kommentar zum „größten Kostenfaktor“.
          … Die gutbezahlten Posten in Leitung und – angeblich demokratischer – “Selbst“-Verwaltung werden (mit einigen wenigen Ausnahmen) unter Parteifunktionären der etablierten Parteien bzw. deren Vorfeldorganisationen in Gewerkschaften und Sozialverbänden aufgeteilt.

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      • Gut, aber brauchen wir „öffendröffig“ viele Krankenkassen samt Geld verbrennen der Vorstände?? Hier wird nicht fusioniert wie z. B. bei Banken??!!

      • @Enttäuschter: ‚Man sollte auflösen.‘ – Man sollte 2000 Bäckereien, Metzgereien, Schornsteinfegerbetriebe einfach auflösen. Kommen Sie aus der DDR oder leben Sie immer noch dort? Auf Ihren heissgeliebten Dirigismus können wir hier von Herzen gern verzichten.

    • Absolut richtig – all das ist früher, vor der verbrecherischen Grenzöffnung, schon vollkommen zurecht kritisiert worden.
      Aber das, was dann kam und „nun halt mal da ist und täglich neu hinzu kommt“, hat dem System vollends den Rest gegeben.

    • Der wichtigste, weil ausschließlich mit bezahlten, deshalb reformunwilligen Politfunktionären besetzte Kostenfaktor fehlt noch:
      „ Die AOK ist eine starke, demokratische Gemeinschaft. Sie wird von den AOK-Versicherten und Arbeitgebern gemeinsam selbst verwaltet. Das heißt: In der Selbstverwaltung bestimmen Versicherte der AOK und Arbeitgeber durch ihre gewählten Vertreter über wesentliche Belange der gesetzlichen Krankenversicherung und der sozialen Pflegeversicherung.“

    • Aber wieso sollten die das alles ändern .
      Wer kontrolliert oder reguliert diese ganzen Krankenkassen.?
      Die Schreien lieber nach der Beitragserhöhung und der Bundestag segnet das Ganze ab.
      Ich komme mir vor wie im Mittelalter als der König zum Papst sagte,
      halte du sie Dumm ,Ich halte sie Arm.
      Die echten Einsparpotenziale sollen und wollen nicht gefunden werden.
      ,

    • reicht das mit den Immobilien? Einfach mal TKK Hamburg googeln

    • Der viel gescholtene NHS in UK hat fast 0 dieser Geldeintreibe- und Leistungsabrechnungs- Kosten und Bullsh*t Jobs. Seine Probleme liegen woanders, aber ganz sicher nicht dort, auch wenn das die Privatisierer den Leuten staendig einreden und als DIE Loesung verkaufen wollen.

  • Einsparpotenzial? Die „kranken“ Kassen werden nicht einsparen. Beitragserhöhungen, Zuzahlungen und Leistungskürzungen sind schon beschlossen. Die steigenden Insolvenzen, Betriebsaufgaben , Betriebsverlagerungen verbunden mit Entlassungen und Insolvenzen werden den Kostendruck ansteigen lassen.

    • Es gibt ca. 330 gesetzliche Krankenkassen (GKV). Die Leistungen aller GKV sind im wesentlichen gleich.

      Das sind 330 Krankenkassen Vorstände mit 330 Verwaltungsorganisationen und 330 IT-Systeme, etc.

      Es wäre so einfach zu sparen ohne, die Leistungen zu kürzen: Einfach aus 330 Organisationen 1 machen mit einem Computersystem.

      Aber das wird nicht passieren. Warum wohl?

      • In D gibt es knapp unter hundert Gesetzliche Krankenkassen.

        • Oh!
          Johanna hat den Artikel gelesen …

          -5
      • Die norwegische Sozialversicherung hat 240 Computersysteme. Und kein einziges arbeitet mit den anderen Systemen zusammen.

      • Oh!
        Peter hat den Artikel NICHT gelesen!

        • Man muss Peter zugute halten das er den letzten Absatz nicht gelesen hat. Bei den ganzen Zahlen in dem Artikel ist es verzeihbar.

          5
        • Stimmt habe ihn nicht gelesen. Die Überschrift sagt alles. Da brauche ich keine Details.

          Mein Lösungsvorschlag würde trotzdem funktionieren.

          Wenn dann nur Personen Leistungen bekommen, die in KV einzahlen

          UND Grossfamilien extra zahlen müssten, gäbe es Leistungen auf Luxus Niveau bzw. geringe Beiträge.

          Ach ja, der Sozialbetrug müsste natürlich auch unterbunden werden, also die 1 € jobs und fake Arbeitsverträge, um in das Sozialversicherungssystem zu kommen.

          Wenn man dann noch das Gesundheitsministerium abschafft oder mindestens um 2/3 verkleinert, müssten wir auch weniger Steuern zahlen.

          Hier mal ein Überblick über das Ministerium:

          https://www.bundesgesundheitsministerium.de/fileadmin/Dateien/3_Downloads/O/Organisationsplan/Organisationsplan.pdf

          5
        • @Kaiser Wilhem, Guter Punkt.

          Es haben schon einige versucht gegen das System zu kämpfen, z.B. Thomas Oppermann, Dehoga-Chef Franz Klein, Rainer Füllmich oder Michael Ballweg.

          Auf jedenfall sollte man sich einen Bademantel kaufen.

          0
        • @Peter Bim, ich lese immer nur: müsste, würde, wenn. In der Tat, in frommen Wünschen klappt wirklich alles.

          -3
    • Was ja auch gleichzeitig das Problem aller Staatlichen Institutionen und Sozialkassen für uns Beitrags und Steuerzahler ist !
      Reine Parteipolitischen Jobmaschinen die Losgelöst von Wirtschaftlichen Gesetzmäßigkeiten vor sich hinarbeiten . Geld spielt keine Rolle da gibt es noch Unmengen bei den Bürgern zu hohlen oder an Leistungen zu streichen 🙂
      Gesetzesänderung reicht !

  • Vor einigen Jahren saß ich im Olympiastation. Der größte Werbepartner von Hertha war die AOK NordOst.

  • In Deutschland gibt es derzeit 94 gesetzliche Krankenkassen.
    Braucht man wirklich so viele?
    Schließlich haben die einen enormen und auch unterschiedlichen Verwaltungsaufwand.

  • Eine Krankenkasse, in die alle (!) einzahlen würden, würde genügen. Diese sichert Grundversorgung. Dazu eine Art Baukastensystem, mit dem man einzelne Zusatzleistungen kostenpflichtig absichern kann. Abschaffung der kostenlosen Partnermitversicherung (verstößt m.E. sowieso gegen den Gleichheitsgrundsatz!)

    • Schöne Idee, aber wovon sollen Flüchtlinge die Beiträge bezahlen? Ärzte rechnen diese Menschen wie Privatpatienten ab, bezahlt von den GKVen, nicht vom Staat.

      • Da ist Quatsch. Wer eine KVK einsteckt, wird nach den lächerlichen Honoraren der GKV entlohnt.

  • Wir haben eine Krankenversicherung für alle! Der Beitragssatz beträgt 3,55%, den bezahlt der Arbeitgeber zu 100%.

    • Die 3,55% müssten aber auch eine Sonderregelung sein.
      Geht das über eine Cooperativa ?

      • Das ist hier Standard. Die Sozialabgaben werden vom Arbeitgeber bezahlt. Ich zahle nur die Steuer.
        Hier mal eine ausführliche Übersicht:
        sjukförsäkringsavgift 3,55%, föräldraförsäkringsavgift 2,60%, ålderspensionsavgift 10,21%, efterlevandepension 0,60%, arbetsmarknadsavgift 2,64%, arbetsskadeavgift 0,20% och
        allmän löneavgift 11,62%

        • Danke für die Info !
          Jetzt bekomme ich das zusammen.

          3
  • Es gibt ca. 330 gesetzliche Krankenkassen (GKV). Die Leistungen aller GKV sind im wesentlichen gleich.

    Das sind 330 Krankenkassen Vorstände mit 330 Verwaltungsorganisationen und 330 IT-Systeme, etc.

    Es wäre so einfach zu sparen ohne, die Leistungen zu kürzen: Einfach aus 330 Organisationen 1 machen mit einem Computersystem.

    Aber das wird nicht passieren. Warum wohl?

    • da ist schon einiges passiert:
      „Waren es 1970 noch 1815 Krankenkassen, hatte sich 1990 die Anzahl bereits auf 1147 reduziert. Im Jahr 2000 waren es noch 420. Heute gibt es nur noch 94 Kassen (Stand: 01. Januar 2025).“ gkv spitzenverband

    • Auch wenn Sie das noch so oft wiederholen: Es sind „nur“ 94.

    • Natürlich braucht es nicht so viele Krankenkassen. Warum hat fast jedes Bundesland seine eigene AOK ? Gerade die AOK ist auch ein Vehikel der Landespolitik. Auf der anderen Seite sind Krankenkassen auch Behörden, d.h. bei jeder neuen Leistung oder sonstigen gesetzlichen Maßnahme braucht es zusätzliches Personal für deren Umsetzung. Man schaue sich nur das SGB V an. Dieses ist in den letzten Jahren geradezu explodiert, auch wegen der Digitalisierung. Dann betrachten sich viele Krankenkassen nicht lediglich als Kostenträger, sondern als Gestalter des Gesundheitswesen. Diesen Wildwuchs sollte man beenden, dann sinken auch die Verwaltungskosten wieder.

  • Vor ein paar Monaten hat mir die TK wegen einer Nachforderung von 84 Cent ein 8-seitiges Schreiben zukommen lassen, und dafür 1,10 EUR Porto aufgewendet.

  • Große Krankenkassen machen in den Bundesligastadien Werbung.
    Man darf davon ausgehen, dass die Profifußballer durch diese Werbung ihr karges Einkommen etwas aufbessern können!

  • Die Krankenkassen stehen nicht im Wettbewerb, also sind die Werbeausgaben vermeidbar. Die überwiegende Teil der Leistungen ist gesetzlich im SGB festgelegt.
    Ob eine Kasse eine Yoga-Kurs zahlt oder nicht ist mir herzlich egal, da lohnt es nicht Unsummen für Werbung auszugeben. Untersuchungen haben jedoch im Telefon-Service erhebliche Unterschiede und Mängel festgestellt.

  • Was unbedingt auch auf den Prüfstand gehört sind die Preise für erstattungsfähigen Krankenpflegebedarf.
    Betrifft GKV und Pflegeversicherung.
    Die Sanitätshäuser verlangen Preise,die z.T.das
    4-5fache ausmachen im Vergleich zur privat online bestellten gleichen Ware.
    Krankenunterlagen fürs Bett z.B.
    Online 6,95 für 25 Unterlagen 60x90cm.
    Sanitätshaus vor Ort 25€.
    Da hört der Spass auf.

  • Die absurd hohen Vorstandsgehälter und deren enormen Pensionskosten und Spesen fallen wohl auch unter „Verwaltungskosten“?

  • Im Grunde genommen brauchen wir nur zwei Krankenkassen. Eine Krankenkasse für Krankenversicherte, welche selbst oder über die Rentenversicherung den Beitrag zahlen und eine zweite für die Bezieher von Sozialleistungen. Wer mehr will, muss sich noch zusätzlich versichern und da können dann die Krankenkassen in den Wettbewerb treten.

  • Werbung – damit haben die Bürger und Bürgerinnen ein gutes Gefühl sich ihre (Zwangs-) Versicherung selbst aussuchen zu dürfen.

  • Die Beiträge für Beitragszahler oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze haben sich in 7 Jahren fast verdoppelt. Ob davon 10 oder 15 Euro pro Monat für Verwaltung draufgehen oder 3 Euro für Werbung ist nicht das Problem.

    Lest die Kommentare, dann sieht ihr, woran das liegt.

  • Ich würde auch einmal die so genannten Satzungsleistungen unter die Lupe nehmen, die über die gesetzlich geregelten Leistungen hinaus gewährt werden. Bevor wir wieder eine Praxisgebühr abdrücken müssen, sollte man auf die Erstattung von Zahnreinigung, Osteopathie, Naturarzneimitteln & Co. verzichten, was allerdings der Gesetzgeber verbieten müsste.

    • Und sog. Schönheits-OPs, die nach Psychogutachten gewährt werden: Bruststraffung, Vaginastraffung. Damit meine ich keine plastischen OP’s nach Unfallfolgen!

      • Damit liegen Sie aber leider völlig falsch, plastische Operationen werden ausschließlich bei medizinischen Gründen übernommen und gehen immer über den Medizinischen Dienst.

        • Da liegen Sie nicht ganz richtig: Ärztliche Ganzkörper-Epilation für Transsexuelle ( gerne auch syrische Flüchtlinge, die bestens vernetzt sind in der diesbezüglichen Hochburg Essen) wird nach einem psychologischen Gutachten von der Kasse übernommen.

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    • Warum verteufeln denn d Ärzte Osteopathie, Naturheilkunde so ? Weil es hilft u. d. ganzen Körper mit allen Problemen sieht + Ursachen behandelt nicht d. Symptome. D. Osteopathin fragte mich, ob ich mit d. Zähnen knirsche, was ich bejahte. Ich hätte eigentlich v. Zahnarzt eine Schiene bekommen sollen. Sie griff mir in d. Mund und massierte von ihnen + außen meine Backe. Zähneknirschen weg + mir ist es in d. Rücken gefahren. D. gesetzl. Krankenkasse Geld gespart. Nehme seit Jahren gar nichts mehr von d. Schulmedizin, sondern behandle mich m. Naturheilkunde. Es sollte nur noch 1 Kasse für alle geben mit Zubuchungsmöglichkeiten wie beim Auto. Dann greifen Politker nicht mehr in d. Kassen. Vor ein paar Jahren haben d. Politker auch d. Leistungen ziemlich vorgeschrieben, deshalb ist keine richtige Konkurenz mehr zwischen d. Krankenkassen. Es muß viele Wettbewerber geben, dann ist es am besten + Chefs können nicht so beeinflußt werden. https://report24.news/finanzielle-anreize-fuer-impfunge

  • Wozu so viele Krankenkassen mit jeweils einem Riesenwasserkopf der sich die Taschen füllt?
    3-4 bundesweit reichen völlig aus.
    Neumitglieder-Werbung und Geschenke/Boni für die Werber/Vermitter werden ebenfalls von den KK-Beiträgen bezahlt.
    Boni für “ Wohlverhalten“ und Vorteilsprogramme gehören ebenfalls abgeschafft.

  • Neuesten Witz aus Schilda schon gehört? Cottbus schafft sich neue Cottbusse an:
    Mit Steuergeldern gebaute 46 Wasserstoffbusse der Cottbusser Verkehrsbetriebe werden auf Diesel-Tiefladern zur Erstbetankung gefahren, da in Cottbus eine Wasserstofftankstelle fehlt. (Quelle: Martin Siegel/Goldseiten.de).

  • Das wichtigste Einsparpotential ist das Geld, welches Menschen bekommen, die nie eingezahlt haben und werden. Diese geschenkten Menschen, die als Dank für kostenlose Gesundheitsversorgung, unsere Innenstädte zu Silvester wieder mal kaputt böllern werden. Danke Merkel und CDU.

    • Genau und das muss immer und immer wieder angesprochen werden. Es darf nicht so getan werden, als seien wir ein Problem. die Zugereisten sind das Problem in allen Bereichen und das muss gesagt werden, damit es in jedem Kopf ankommt.

      • Diese (durch den Staat verursachte!) Situation ist nur eine Facette der Gesamtkosten.

        • Es ist nicht eine, sondern DIE Facette der Gesamtkosten. Da muss man nicht rumschwurbeln. Gehen Sie ins Wartezimmer beim Arzt Ihres Vertrauens und machen mal die Augen auf.

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  • Das Einsparpotential besteht eindeutig und nicht zu knapp auch bei den Werbungs-, sowie bei den in aller Regel obszön hohen Gehältern der Kassenleitung, die mit nichts und durch nichts zu rechtfertigen sind.

    • Gehälter die über die Beitragsbemessungsgrenze hinaus gehen, damit sich die Vorstände eine private KV leisten können.

  • Wie lange wollen die das Spiel mit gestrichenen Leistungen bei steigenden Beiträgen noch spielen?

    Irgendwann muss man ehrlicherweise das System der Pflichtversicherung in Frage stellen. Man wird sehen, wie „günstig“ plötzlich Leistungen im Wettbewerb zu bekommen sind, allerdings muss der Staat dann alle versicherungsfremden Leistungen mittels Steuern finanzieren und da würden sich doch viele über die Summe wundern.

  • Der allergrößte Teil des Beitragssatzes ist für alle gleichermaßen festgelegt. Bei rund 17-18% Beitragssätzen sind nur rund 2% individuell festgelegt. Das ist nur ein Scheinwettbewerb.

    Warum nicht einfach eine bundesweite Einheitskrankenkasse mit zentraler Verwaltung eingerichtet wird, ist das Ergebnis starker Lobbyarbeit der GKV Kassen.

    Die AOK‘s existierten früher auch auf Kreisebene und wurden auf Länderebene zusammengeführt. Ging doch auch.

  • Meine Zahnarztrechnung wies für jeden Behandlungstermin 15 EUR zur Ausstellung einer Arbeitsunfähigkeitbescheinigung aus.
    Ich bin bereits 70 und habe ganz bestimmt nicht eine solche Bescheinigung verlangt.
    Nach langem hin und her und Drohung wegen Abrechnungsbetrug wurden die Rechnungen korrigiert. So etwas merkt man nur bei privaten Abrechnungen. In der gesetzlichen geht soetwas und noch vieles andere durch. Die gesetzliche zahlt ohne mit der Wimper zu zucken trotz hoher Verwaltungskosten.

  • Es genügt eine Krankenkasse, die alles abdeckt. Dann braucht man nicht über 50 Verwaltungen oder Werbung bezahlen, denn der Auftrag der KK V ist ganz klar. Da braucht es keinen Wettbewerb.

  • 200 EUR / Jahr ist nicht viel , das macht den Kohl nicht fett. Ich hätte mit dem 5-fachen gerechnet. Da ist kaum etwas zu holen, leider.
    Allein die GKV zahlt mehr als 1 Milliarde ins Gesundheitswesen – pro Tag ! Insgesamt sind es 1,6 Milliarden. Dafür kommt zu wenig raus. Es werden unglaublich viele Leistungen ohne wirkliches Ziel ( Beschwerdelinderung oder Lebensverlängerung ; eigentlich ist Medizin ganz einfach ) durchgeführt, weil die Versicherten es wollen oder mindestens nicht hinterfragen, und weil die Anbieter davon profitieren. Von den exorbitanten Krankengeld-Aufwendungen reden wir gar nicht.

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